Pesto aus Möhren-, Fenchel- und Radieschengrün

Grünes Pesto im Glas mit Grünem Deckel aus Möhrengrün, Sonnenblumenkernen, Olivenöl

Mai bis NovemberTo-GoLow Carb

Richtig gelesen, das kühlschrankfüllende Grünzeug ist weder Deko der Natur noch ein Frisurenwettbewerb dieser drei Gemüsesorten. Man kann es essen und das sogar, wenn es nicht mehr feldfrisch aussieht. Dieses Pestorezept ist sogar ein triple-Gewinn für euch, ein win-win-win-Pesto, sozusagen.

Denn wenn ihr das Grünzeug nicht wegwerft, ist euer Biomüll nicht so schnell voll und ihr könnt den Gang zur Biotonne noch etwas hinausschieben (juhu, Müßiggang!). Des Weiteren spart ihr euch das Geld für teures industriell hergestelltes Pesto und zu guter Letzt ist in eurem Gemüsefach wieder mehr Platz.
Je nachdem, welches Gemüsegrün ihr verwendet (natürlich könnt ihr auch nach Herzenslust mixen), verschiebt sich die Saisonalität um einen Monat nach vorn oder zurück.

Fenchel & Möhre: Juni bis November

Radieschen: Mai bis Oktober (z.T. auch noch November)

Vorbereitung

Wenn ich eingelegtes Gemüse, Erdnussbutter, Marmelade & Co. kaufe, dann schmeiße ich die Gläser nie weg. Ich wasche sie aus und bewahre sie auf, denn sie sind vielseitig weiterverwendbar. Zunächst müsst ihr das Einmachglas sterilisieren, falls ihr das Pesto nicht am selben oder darauffolgenden Tag verwenden wollt. Entweder ihr stellt sie für ca. 15 Minuten bei 140°C in den Ofen oder kocht sie für 10 Minuten in sprudelndem Wasser. Vorsicht! Bitte nicht ohne Handtücher oder Topflappen berühren, bis sie wieder abgekühlt sind. Vermeidet es auch in die Gläser hineinzufassen, denn dann sammeln sich erneut Keime darin.
Wenn ihr es noch nicht gemacht habt, trennt das Grün vom Gemüse ab und wascht es gründlich. Das funktioniert in einer Salatschleuder am besten. Natürlich könnt ihr die Blätter auch auf andere Art reinigen und dann entweder auf einem Tuch trocknen lassen oder das Prinzip der Salatschleuder nutzen, auch wenn ihr keine habt: Das nasse Grün in der Mitte vom Handtuch platzieren und es darin einwickeln. Nun greift ihr die Enden des Tuchs und bringt es zum Schwingen, wie ein Springseil. Immer wieder die Richtung ändern. Durch die Fliehkraft drängt das Wasser nach Außen und wird vom Tuch aufgefangen.

Grün ist nicht gleich Grün

Möhrengrün auf Holzschneidebrett
Blätter vom Hauptstiel trennen

Die Radieschenblätter sind am einfachsten zu bearbeiten, denn pro Stängel gibt es in der Regel nur ein Blatt. Setzt den Schnitt einfach dort, wo das Blatt beginnt.
Möchtet ihr Fenchelgrün für euer Pesto verwenden, könnt ihr euch entscheiden, ob ihr nur die feinen Blättchen oder auch die dicken Stängel verwendet. Diese schneidet einfach in dünne Scheiben.
Für ein Pesto aus Möhrengrün trennt ihr die Blätter entlang des Hauptstiels ab. Dafür nehmt ihr euch am besten jeden der Stiele einzeln vor. Die feineren Stiele, welche von diesem ausgehen, müssen nicht abgetrennt werden.

So wird ein Pesto draus

Nun ist die Vorgehensweise dieselbe, unabhängig davon, welche Gemüsesorte ihr verwendet (Möhrengrün schmeckt übrigens wunderbar nussig). Wenn ihr einen Haufen Blätter auf eurem Schneidebrett gesammelt habt, hackt diesen in grobe Stücke und lagert diese in einem Gefäß (Schüssel, Messbecher, Mixbehälter o.ä.). Wenn ihr einen Pürierstab verwendet, dann gebt nach Belieben Sonnenblumenkerne hinzu (ich bin mir sicher, es schmeckt auch mit Erdnüssen, Walnüssen, Cashew- oder Pinienkernen), sowie ein paar Schuss Olivenöl. Ich habe für das Grün von einem Bund Möhren 45g Sonnenblumenkerne verwendet. Zu der Menge Öl, die ihr auf dem Bild seht, habe ich im weiteren Schritt immer wieder etwas hinzugegeben. Nutzt ihr einen Mixer, dann gebt alles direkt dort hinein. Jetzt wird einfach alles zerkleinert, bis es die Masse die gewünschte Konsistenz annimmt. Je weniger Öl ihr nutzt, desto häufiger müsst ihr die Rotorblätter mit einem kleinen Löffel von der zähen Masse befreien. Ich mag mein Pesto mit wenig Öl und einzelnen groben Stückchen, weshalb es sich vom Äußeren von handelsüblichem Pesto durchaus stark unterscheidet.

Ein Glas voll Grün

Nun müsst ihr das fertige Pesto nur noch in euer ausgewaschenes und sterilisiertes Marmeladenglas füllen. Ein Schuss Olivenöl bildet eine dünne Schutzschicht über dem Pesto. Bedenkt bei der Zubereitung eures Pestos, dass dieses Öl ebenfalls auf eurem Teller landen wird, weshalb ihr vielleicht beim Mixen der Zutaten etwas damit sparen möchtet.
Tipp: Das Pesto schmeckt wunderbar auf Zucchininudeln. Parmesan rundet das Gericht ab. Da die Nudeln kalt fast noch besser schmecken, ist die Kombination ein wunderbares to-go-Gericht, geeignet nicht nur für Veganer (dann natürlich ohne Parmesan!) und low-carb-Fans

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